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Kernspintomographie des Herzens (MRT)

Medizinische Untersuchungsverfahren

Seit 2005 haben wir das diagnostische Leistungsspektrum unserer Praxis um zwei moderne, bildgebende Verfahren erweitern können.

Die Kernspintomographie wird seit vielen Jahren als bildgebendes Verfahren zur Darstellung vieler Körperregionen eingesetzt.
Erst seit einigen Jahren ist es mit den Geräten der neusten Generation möglich detailgenaue Untersuchungen am schlagenden Herz durchzuführen.
Mit Hilfe starker Magnetfelder und Radiowellen werden mit modernster Computertechnik Bilder des schlagenden Herzens und der Gefäße erzeugt. Nicht invasiv und ohne nachteilige Strahlenbelastung für den Patienten.

  Der besondere Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, dass in einem Untersuchungsgang das Herz durch eine hohe räumliche Auflösung morphologisch exakt dargestellt werden kann und gleichzeitig Aussagen über die Funktion und Durchblutungsverhältnisse gemacht werden können. Die Kernspintomographie des Herzens ist derzeit die genauste Methode zur Bestimmung der Funktion der rechten und linken Herzkammer. Dadurch können Patienten beispielsweise mit einer Herzmuskelschwäche in ihrem Krankheitsverlauf exakt kontrolliert werden.
Abb. 1: Dreidimensionale Darstellung des Herzens und der Gefäße    


Bei folgenden Fragestellungen setzen wir dieses Verfahren häufig ein:

  • Exakte Bestimmung der Größe (Narbenareale – late enhancement) nach Myokardinfarkt
mrt3.jpg

Abb. 2: Darstellung einer Vorderwandnarbe (weiß)
nach Kontrastmittelapplikation

   
Abb. 3: Gerinnsel (Thrombus) im Bereich der Herzspitze nach Vorderwandinfarkt    

Untersuchungsablauf

Nach einer kardiologischen Untersuchung in unserer Praxis empfehlen wir Ihnen gegebenenfalls diese Untersuchung und vereinbaren mit Ihnen einen Termin.

Die Untersuchung führen wir in Kooperation mit der Klinik für diagnostische Radiologie am Katharinenhospital ambulant durch, d. h. Sie werden sowohl von einem Radiologen aus dem Katharinenhospital als auch von Dr. Putze aus unserer Gemeinschaftspraxis betreut.
Dr. Putze hat zusammen mit der Abteilung für Radiologie dieses Verfahren während seiner Tätigkeit als kardiologischer Oberarzt am Katharinenhospital etabliert und besitzt die Fachkunde Kernspintomographie des Herzens.

Darüber hinaus führen wie die Untersuchung auch in Kooperation mit der Radiologischen /Nuklearmedizinischen Gemeinschaftspraxis im City Plaza, Rotebühlstr. 21 in 70718 Stuttgart durch. (http://www.radiologie-city-plaza.de/)

Unmittelbar vor der Untersuchung wird Ihnen in einem persönlichen Aufklärungsgespräch das Untersuchungsverfahren erläutert.

Eventuell wird es nötig sein, Ihnen während der Untersuchung ein MR Kontrastmittel zu verabreichen. Diese Kontrastmittel besitzen paramagnetische Eigenschaften und sind wesentlich besser verträglich als die bei der Herzkatheteruntersuchung verwendeten Kontrastmittel. Das Risiko für eine allergische Unverträglichkeit ist sehr gering. Das Kontrastmittel wird über eine Vene verabreicht, daher wird bei Bedarf vor der Untersuchung eine Venenverweilkanüle gelegt.

Danach wird der Patient bequem auf der Untersuchungsliege gelagert. Auf den Brustkorb wird eine Spule gelegt, die dazu dient die Bildsignale aufzunehmen.


Bei der Untersuchung enstehen laut klopfende Geräusche. Deshalb erhalten alle Patienten einen Kopfhörer mit Musik ihrer Wahl.

Schließlich wird die Untersuchungsliege mit dem Patienten in das MRT Gerät (Scanner) geschoben. Über den Kopfhörer werden dem Patienten Atemkommandos mitgeteilt um möglichst scharfe Aufnahmen zu erhalten. Mittels einem Klingelknopf in Ihrer Hand können Sie jederzeit mit uns kommunizieren.

Die Untersuchung kann 40 min. bis zu einer Stunde dauern. Nach der Untersuchung wird Ihnen in einem persönlichen Gespräch das Untersuchungsergebnis mitgeteilt.