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Duplexuntersuchung

der gehirnversorgenden Gefäße


Die Blutversorgung des Kopfes wird rechts und links durch die gemeinsame Halsschlagader (Arteria carotis communis), deren Endäste Arteria carotis interna (Versorgung des Gehirns und des Auges), Arteria carotis externa (Versorgung des Kopfes und der oberen Halsorgange) und die Arteria basilaris, die sich aus den in der Halswirbelsäule rechts und links verlaufenden Vertebralarterien speist, gewährleistet. Diese Gefäße stehen untereinander in Verbindung und können so häufig Defizite kompensieren, so dass nicht jede Gefäßverengung oder -verschluss unmittelbar Krankheitssymptome hervorruft.
 

Hochgradige Stenosen (Engstellen) dieser Gefäße sind allerdings die häufigsten Ursachen für einen Schlaganfall. Da diese Stenosen nicht wie meist am Herzen Schmerzen hervorrufen, ist eine vorbeugende Untersuchung dieser Gefäßregionen vor allem bei Risikofaktoren für eine Arteriosklerose wie Diabetes, Bluthochdruck, Rauchen und Fettstoffwechselstörungen besonders zu empfehlen.
 

Standarduntersuchungsverfahren ist hierzu die Duplexsonographie mit einem hochfrequentem Schallkopf (meist 10 – 12 Mhz) für optimale Nahauflösung im Zehntel-Millimeterbereich.

Duplexsonographie heißt die Methode weil nicht nur ein Bild der Gefäßwände mit Ablagerungen und ggfs. Engstellen darstellt, sondern gleichzeitig auch das Flussverhalten des Blutes in Stenosen gemessen werden kann. Auf diese Art und Weise ist eine Quantifizierung von Engstellen und damit eine Therapieentscheidung möglich.
 

Ergänzende, aber technisch wesentlich aufwendigere Untersuchungen sind die MR- und auch die CT-Angiographie.
 

Finden sich arteriosklerotische Ablagerungen sind grundsätzlich die Risikofaktoren durch eine Umstellung der Lebensführung oder auch mit Hilfe von Medikamenten zu kontrollieren.
 

Bei hochgradigen Engstellen und damit wesentlichem Schlaganfallrisiko kommen als therapeutische Alternativen eine Operation mit Ausschälung des verengenden Materials (Thrombendarteriektomie) oder eine Ballonweitung mit Stentimplantation (Gefäßstütze) in Frage.
 

Je nach lokalem Befund, Alter und Allgemeinzustand des Patienten, hat ggfs. die eine oder auch die andere Methode Vorteile. Eine ausführliche Beratung hierüber ist Teil der Therapieplanung.

 
     
Flussmessung mittels Duplextechnik   ausgeprägte Arteriosklerose der Arteria carotis